Performativer Prozess für einen Violinisten und einen Künstler.
“tectonics – schicht um schicht” formt einen expressiven Prozess zwischen zwei Universen. Es ist ein Dialog zwischen dem Klangraum und Improvisationskosmos von Harald Kimmigs Geigenspiel und dem skripturalen Horizont von Axel Maliks Zeichen-Setzungen. Das Aufeinandertreffen und Verschmelzen greift nach den Kernen, die beiden Künstlern eigen sind: die Präzision und Differenziertheit der Bewegungsmomente, die komplexe Dynamik und die fokussierte Wildheit eines Bewusstseins, das in die Tiefe von Schwingung und Bewegung vordringt. Die Aufführung verweigert sich konventionellen Formen und oszilliert zwischen (Un)gesehenem und (Un)gehörtem. Ein Projekt um gleichzeitig und auf zwei getrennten Ebenen transitorische Bewegungen zu erfassen. Eigenwillige Gesten im Winzigen und Feinen, zeitliche Kippmomente, repetitive Loops und extrem beschleunigte Pole, die sich in den Bühnenraum schieben. Mit Intensität und vernetzter Dichte wird die Konstruktion der Linien und Klänge an ihr Destabilisieren, an ihr ständiges Anschwellen und Verlöschen, an ihr Aufbrechen und Verschwinden gekoppelt. Für Betrachter und Zuhörer ein Schwebezustand zwischen analytischer Klarheit und Extase des Augenblicks.
Axel Malik und Harald Kimmig:

Video-art für tectonics (von Alex Malik):
Weitere Informationen unter www.die-skripturale-methode.de


